Qualitätssicherung

Sicherheit braucht klare Regeln

Der Einsatz von Sicherheit in der Jugendhilfe ist anspruchsvoll und verantwortungsvoll. Wir machen unsere Arbeit überprüfbar: in der Haltung, im Vorgehen und in der Dokumentation.

Prinzipien

Woran wir uns halten

  1. Pädagogik hat Vorrang

    Sicherheit ist nie Selbstzweck. Sie schafft den Rahmen, in dem pädagogische Arbeit gelingen kann. Erzieherische Entscheidungen bleiben beim Fachpersonal.

  2. So wenig Eingriff wie möglich

    Wir handeln verhältnismäßig. Prävention und Deeskalation kommen vor jeder körperlichen Maßnahme, die immer das letzte Mittel bleibt.

  3. Transparent und nachvollziehbar

    Jeder Einsatz wird dokumentiert und ausgewertet. Einrichtung, Träger und Jugendamt können sich auf klare, offene Abläufe verlassen.

Rahmen

An klaren Vorgaben orientiert

Sicherheitsdienste dürfen in der Jugendhilfe nur unter klar definierten fachlichen und strukturellen Voraussetzungen eingesetzt werden. Wir verstehen das nicht als Hürde, sondern als Schutz für alle Beteiligten, vor allem für die jungen Menschen.

Unsere Arbeit ist immer eine unterstützende Maßnahme in besonders herausfordernden Situationen. Sie ersetzt keine pädagogische Struktur, sondern ergänzt sie, eingebettet in das Schutzkonzept der Einrichtung und abgestimmt mit Träger und Jugendamt.

Voraussetzungen für einen Einsatz

  • Einsatz nur als unterstützende Maßnahme, eingebettet in das pädagogische Konzept
  • Klar definierte fachliche und strukturelle Voraussetzungen
  • Abgestimmt mit dem Schutzkonzept der Einrichtung
  • Orientiert an den Arbeitshilfen der Landesjugendämter (§§ 45 ff. SGB VIII)
Im Betrieb

So sichern wir Qualität laufend

Qualität entsteht nicht einmalig, sondern in jedem Einsatz neu.

Dokumentation

Jeder Einsatz wird sachlich und vollständig dokumentiert.

Nachbesprechung

Besondere Situationen werden gemeinsam mit dem Team reflektiert.

Supervision

Regelmäßige Supervision für unsere Kräfte, intern und extern.

Fortbildung

Verpflichtende, laufende Weiterbildung statt einmaliger Schulung.

Abstimmung

Feste Ansprechpersonen und enge Abstimmung mit dem Träger.

Rückmeldung

Klare Wege für Feedback und Beschwerden aller Beteiligten.

Ruhiges Auswahlgespräch am Tisch
Beispielfoto
Vorbereitung

Kein Dienst ohne Vorbereitung

Für jeden Auftrag erstellen wir eine individuelle Klienteninformation: alle Informationen, die für die Arbeit mit dem jungen Menschen wichtig sind, an einem Ort.

Grundlage sind die Unterlagen des Trägers. Liegen keine vor, erstellen wir die Klienteninformation selbst und halten alle Besonderheiten fest, auf die es ankommt. Gern schreiben wir sie auch gemeinsam mit dem Träger weiter: Sie ist ein lebendiges Dokument, das laufend ergänzt wird.

Vor dem ersten Dienst liest jede Kraft die Klienteninformation und wird persönlich gebrieft, auch wenn sie schon lange bei uns arbeitet. Bei Änderungen werden alle Kräfte im Dienst benachrichtigt.

Vom Dienstbericht zum Monatsbericht

Jeder Dienst wird in einem Dienstbericht festgehalten. Monatlich führen wir die Berichte zusammen und werten sie statistisch aus: So erkennen wir Verhaltensmuster und Trigger früh und können ihnen gezielt entgegenwirken.

Regelkreis

Ein System, das aus jedem Einsatz lernt

Die Bausteine greifen ineinander: Was im Einsatz geschieht, fließt über Dokumentation und Auswertung zurück in die Arbeit.

  1. Einsatz

    Unsere Krisenpräventionskräfte arbeiten nach klaren Absprachen mit der Einrichtung.

  2. Dokumentation

    Jeder Einsatz wird lückenlos dokumentiert.

  3. Auswertung

    Monatsberichte und Nachbesprechungen zeigen, was wirkt und was nicht.

  4. Anpassung

    Klienteninformationen, Absprachen und Schulungen werden entsprechend weiterentwickelt.

Transparenz

Fragen zu unseren Standards?

Wir legen unser Vorgehen gern offen, im Gespräch oder in Ihrer Teamberatung.